deutsches Künstlernetzwerk dasRAD.org

12. März 2019 by Nina Krämer
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Das war die RAD Tagung 2019… RADIKALITÄT.MEISTERSCHAFT (1.-4.März)

für mich…

einfach unendlich viel kreativer und geistlicher Impuls.

Nämlich: geniale Begegnungen mit den interessantesten Künstlertypen; eine echt herzliche Gemeinschaft; unfassbare Konzerte und Performances; dazu akademisch-geistliche „Steak“-Kost (keine Milch oder Grießbrei-Angebote)… Und dabei doch familiär, improvisiert, clownesk, authentisch… Prädikat: einzigartig. Oder um einen Vergleich mit Artcross zu versuchen: als ob sich nur die Profis/Teacher von uns auf ein ähnliches wenn auch verkürztes „Buffet“ wie die Artcross-Woche eingelassen hätten – das Ganze etwas evangelischer und akademischer und ruhiger im Charakter, aber in der Essenz nach drei Tagen mit unendlich parallelem Sattheitsgefühl = vollgefressen an Gottes Frieden, Herrlichkeit, Spaß und kreativer Schönheit.

Künstlerische Highlights waren ein Song-Abend, wo meine Favoriten Klaus-André Eickhoff, Carola Rink, Manfred Siebold uvm waren. Ein andermal eine Mischung aus Handlettering, Tanz und Cello-Improv; oder sowas wie Eva Flatscher mit „Lightpainting“ macht. Grandiose Clowns, Rauminstallationen, ein Marionettentheater von Gernot Hildebrand „Der Fischer und seine Frau“ und und und

 

Das RAD ist ein Netzwerkgläubiger professioneller (!) Künstler und Künstlerinnen im deutschsprachigenRaum und trifft sich u.a. einmal im Jahr zu einer „Tagung“, die eigentlich eine Mischung aus Konferenz, Kunstmesse, Gottesdienst und Festival ist. Die Hauptzutat und das Verbindende sind Gott und die Kunstaus vielen Sparten: Musik, Performance, Literatur, Raum, Bilder, Design… Hauptbeilage der Tagung empfinde ich eine echte Herz-zu-Herz Begegnungmit ca. 200 Gleichgesinnten (die aber je nach Fachgruppeauch recht unterschiedlich sein können J), dazu ein sehr kräftiger Schuss Kreativitätund Inspirationfür Herz und Hirn – etwa in Form erstklassiger anregender Referatedurch rhetorisch/ theologisch/ philosophisch/ künstlerische Highperformer. Das Ganze ist gewürzt mit viel Humorund eingebunden in ein Sugo an bunter Spiritualität. Ein Gedicht. Ein Wohlgeschmack. Eine Akku-Station. Ein Raumerlebnis.

Ich bin froh dabei zu sein.

Seit diesem Jahr bin ich offiziell Mitglied als Arts Pastor, was in dem Sammelbecken von 350 Profis(sic!) ein Privileg ist; da tummeln sich nämlich u.a. Manfred Siebald (eine der Begründer), Martin Schleske, Christian Brudereck, Astrid Künzler, Eckart Zur Nieden, Clemens Bittlinger, Barbara Baer, Klaus-André Eickhoff, Laila Clematide, Andreas Malessa, Daniel Kallauch, Werner Küstenmacher, Dorothee Frauenlob, Martin Buchholz, Klaus Kreischer, Beat Rink, und viele viele weiter Schätze, die man kennen sollte. Von den 350 RADlern sind etwa 60 Kunstschaffende aus der Schweiz. Offizielle Österreicher dabei sind nur zwei: Franz Zeiser und ich. Hmmmm Serve mal auf www.dasrad.org

 

Heuerstand die Tagung einerseits unter der Prämisse ihres 40. (!) Geburtstagsund andererseits unter dem Thema „Meisterschaft. Radikalität“. Mich haben all Referate sehr inspiriert: z.B. von Martin Schleske (Stichwort „Kontrollverlust“ und „ein Instrument SPIELEN“) von dem wie immer jeder Satz zutiefst bewegte. Aber auch die Performance von Laila Clematide ging tief ins Herz… Oder 50 Minuten Zitatenstürme und Uni-Lecture eines Rabbi Mordechai aus Berlin waren Balsam und Challenge zugleich. Angeregt hat mich auch der Bildervortrag über das weichenstellende Jahr 1967 sehr: der grandiose Künstler Reinhold Adt machte klar, dass die 1960er und ihre Kunst uns bis heute weltanschaulich zutiefst prägen! Ja Kunst hat Einfluss… Mein Herz wurde schwer und neugierig zugleich. Abgerundet wurden die Impulse durch eine eloquente Predigt von Hans Joachim Eckstein über die Fußwaschung: dass Jesus ein Meister der Beziehung ist und uns in Seiner Liebe zur Vollendung bringt: das alles und so viel mehr waren echte Ladestation.

 

Daneben gab es viel Zeit zum Quatschen (das Programm lässt Luft! Und die Umgebung von Schönblick lädt zum Genießen ein), es wurde auch viel Kunst ausgestellt, es gab traumhafte Deko und Rauminszenierung und parallel einige Performances und Präsentationen, die sich ausschließlich auf höchstem Niveau bewegten… Und am Ende stand ein berührend ruhiger, friedvoller gesalbter Gottesdienst, der einfach Hammer war.

 

Fazit: Selten so viel gelacht! Und: unbedingt Mitglied werden!!!